ppm bei Exosome-Seren erklärt
2.000 ppm, 7.500 ppm — auf Exosome-Seren prangen große Zahlen. Wir erklären sachlich, was dahintersteckt, warum mehr nicht automatisch besser ist und worauf Sie stattdessen achten sollten.
Aktualisiert: Juli 2026
Wer Exosome-Seren vergleicht, stößt schnell auf Zahlen wie „2.000 ppm" oder „7.500 ppm". Sie stehen groß auf der Verpackung und suggerieren, je höher, desto besser. So einfach ist es aber nicht. In diesem Ratgeber ordnen wir die ppm-Angabe nüchtern ein — als das, was sie ist: ein grober Orientierungswert, keine Wirkgarantie. Es geht dabei um kosmetische Pflege, nicht um eine medizinische Anwendung.
Was ppm überhaupt bedeutet
ppm ist die Abkürzung für „parts per million", also Teile pro Million. Die Angabe beschreibt eine Konzentration: Wie viele Anteile eines bestimmten Wirkstoffkomplexes stecken — nach Angabe des Herstellers — in der Formel? 2.000 ppm bedeutet vereinfacht 2.000 Anteile pro einer Million Teile der Rezeptur. Die Einheit stammt aus der Chemie, wird in der Kosmetik aber vor allem als Marketing-Kennzahl verwendet, um Produkte voneinander abzuheben.
Warum höher nicht automatisch besser ist
Intuitiv klingt „7.500 ppm" wirksamer als „2.000 ppm". Für das tatsächliche Pflegeerlebnis ist das aber nur ein Faktor von vielen. Eine höhere Konzentrationsangabe kann sich anders anfühlen, muss aber nicht angenehmer, verträglicher oder „besser" für Ihre Haut sein. Entscheidend ist das Zusammenspiel der gesamten Rezeptur — und die Frage, wie gut ein Produkt zu Ihrem Hauttyp passt. Manche Haut kommt mit einer moderaten Konzentration deutlich besser zurecht als mit der höchsten Stufe.
Hinzu kommt: Die ppm-Angabe ist nicht gesetzlich einheitlich definiert. Verschiedene Hersteller können sie unterschiedlich berechnen und bewerben. Ein direkter Zahlenvergleich zwischen zwei Marken ist deshalb nur bedingt aussagekräftig.
2.000 vs. 7.500 ppm — wie Sie die Stufen einordnen
In der Praxis bieten Marken wie medicube ihre Shot-Seren in verschiedenen Stufen an, etwa mit 2.000 und 7.500 ppm. Sinnvoll ist folgende Faustregel: Die moderate Stufe (z. B. 2.000 ppm) ist der naheliegende Einstieg — leicht, gut dokumentiert und für viele Hauttypen angenehm. Die höhere Stufe (z. B. 7.500 ppm) richtet sich eher an Fortgeschrittene, die den Shot bereits kennen und gut vertragen. Wer neu einsteigt, muss also nicht zur höchsten Zahl greifen, um „nichts zu verpassen".
Ein anschauliches Bild: Stellen Sie sich die ppm-Angabe wie die Schärfe-Stufe in einem Rezept vor. Eine höhere Stufe ist nicht per se „besser", sondern intensiver — und ob sie zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Verträglichkeit ab. Manche Haut fühlt sich mit der moderaten Variante rundum wohl, andere möchten die höhere Konzentration bewusst ausprobieren. Beides ist legitim. Wichtig ist nur, die Zahl nicht mit einem Qualitätsurteil zu verwechseln. Zwei Produkte mit identischer ppm-Angabe können sich völlig unterschiedlich anfühlen, weil der Rest der Rezeptur — Öle, Feuchthaltestoffe, Verdickungsmittel — den Gesamteindruck prägt.
2.000 ppm vs. 7.500 ppm im direkten Vergleich
medicube Zero Exosome Shot 2.000 ppm Spicule Ampullen-Serum 30 ml
medicube Zero Exosome Shot 7.500 ppm Spicule Ampullen-Serum 30 ml
Warum die INCI-Liste oft mehr verrät
Die verlässlichste Informationsquelle auf jeder Kosmetikverpackung ist die INCI-Liste — die genormte Auflistung aller Inhaltsstoffe. Sie ist der Menge nach geordnet: Was weit vorne steht, ist in größerer Menge enthalten. So erkennen Sie auf einen Blick, ob ein Produkt in erster Linie aus Wasser und Feuchthaltestoffen besteht oder ob pflegende Zusätze wie Ceramide, Peptide oder Panthenol eine tragende Rolle spielen. Anders als die freiwillige ppm-Angabe ist die INCI-Liste rechtlich vorgeschrieben und bei allen Herstellern vergleichbar aufgebaut. Wer Produkte seriös vergleichen möchte, schaut deshalb zuerst dorthin — und nutzt die ppm-Zahl nur als groben Zusatzhinweis.
Worauf Sie stattdessen achten sollten
Aussagekräftiger als die ppm-Zahl sind diese Punkte:
- Gesamtformel: Ergänzende Pflegestoffe wie Ceramide, Peptide, Hyaluron oder Cica sagen mehr über die Pflege aus als eine einzelne Zahl.
- Textur und Format: Passt ein leichtes Serum oder eine reichhaltige Creme besser zu Ihrer Haut? Orientierung gibt der Ratgeber Exosome für welchen Hauttyp?.
- Herkunft: Stammen die Exosomen aus Lachs-DNA (nicht vegan) oder pflanzlich aus Stammzellen (vegan)? Details im Ratgeber Exosome vs. PDRN.
- Verträglichkeit: Ein Test in der Armbeuge zeigt oft mehr als jede Marketing-Angabe.
Fazit: die Zahl als Anhaltspunkt lesen
Die ppm-Angabe hilft, Produktvarianten grob einzuordnen — mehr aber auch nicht. Sie ist kein Qualitäts- oder Wirknachweis und schon gar kein Ersatz für einen Blick auf die Gesamtrezeptur. Nehmen Sie die Zahl als groben Orientierungswert und entscheiden Sie nach Textur, Herkunft und Verträglichkeit. Wie Sie das passende Produkt finden, zeigen unsere Exosome-Serum-Empfehlungen.
Weiterlesen und vergleichen
Konkrete Empfehlungen und weiterführende Ratgeber:
- Die besten Exosome-Seren & Ampullen — mit ppm-Angaben im Vergleich
- Die besten Exosome-Cremes & -Masken — der reichhaltige Abschluss
- Was sind Exosomen? — die Grundlagen sachlich erklärt
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet ppm bei Exosome-Seren?
Ist ein Serum mit 7.500 ppm besser als eines mit 2.000 ppm?
Sollte ich als Einsteiger mit hoher ppm-Zahl starten?
Ist die ppm-Angabe gesetzlich geregelt?
Worauf sollte ich neben der ppm-Zahl achten?
Alle Konzentrationsstufen im Vergleich
Vom moderaten Einstieg bis zur höheren Konzentration: Unser Vergleich zeigt alle Exosome-Seren mit ppm-Angabe im Detail.
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